Konfliktmanagement

 

Konflikte sind integraler Bestandteil des Zusammenlebens. Da Konflikte häufig als Kampfsituationen wahrgenommen werden, entfaltet sich leicht eine innere Konfliktdynamik, die eine friedliche, konstruktive und gewaltfreie Regelung nicht mehr möglich macht. Dabei ist die Einstellung, daß der eigene Gewinn nur durch den Verlust des Gegners zu erzielen sei (sogenanntes Nullsummenspiel) weit verbreitet. Untersuchungen über das Verhalten von Menschen in Konfliktsituationen haben gezeigt, daß eine Mehrheit der Versuchspersonen dazu neigt, den eigenen Vorteil durch immer intensiveren Einsatz oder striktes Beharren auf der eigenen Position wahrzunehmen und dies selbst dort, wo sich Mißerfolge abzuzeichnen beginnen. Dieses Verhaltensmuster wird begleitet durch eine fortschreitende Einschränkung der Wahrnehmungs- und Entscheidungsfähigkeit. Konflikte beeinträchtigen unsere Wahrnehmungsfähigkeit sowie unser Denken und unsere Vorstellungen so sehr, daß wir im Lauf der Ereignisse die Dinge in uns und um uns herum nicht mehr richtig sehen. Es ist so, als würde sich unser Auge immer mehr trüben. Unsere Sicht auf uns und die gegnerischen Menschen im Konflikt, auf die Probleme und Geschehnisse wird geschmälert, verzerrt und völlig einseitig. Dabei folgen unser Denken und unsere Vorstellungen Zwängen, denen wir uns nicht hinreichend bewußt sind.

Ziele

  • Sie erkennen Situationen und Gruppenstrukturen mit Konfliktpotential

  • Sie lernen unterschiedliche Sichtweisen und Bezugsebenen zu beachten

  • Sie kennen die Eskalationsstufen, die ein Konflikt normalerweise durchläuft und können rechtzeitig die notwendigen Deeskalationsmassnahmen ergreifen

  • Sie kennen Konfliktinterventionsstrategien und können diese in der Praxis anwenden

  • Sie lernen einen Konflikt mit einer/m Ihrer Mitarbeitenden, Teamkollegin/en oder Vorgesetzten, Partner, Nachbarn, Freund, Bekannten, o.ä. anzugehen und mit einer allparteilichen/neutralen dritten Partei eine Lösung zu erarbeiten

  • Sie reflektieren Ihr Verhalten in Konflikten, leuchten dessen Hintergründe aus und erarbeiten allenfalls neue Herangehensweisen/Strategien

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© 2017 by ursula stalder